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FR 28.11.2014, 20:00 Uhr - Spinnerei  Musik der 30er

CORNELIUS OBONYA & DAS BALLASTSTOFFORCHESTER SALZBURG

„MORGEN MUSS ICH FORT VON HIER“

Fr. 28.11.2014, 20 Uhr, spinnerei Traun

Musik und Texte, die von 1933 bis 1945 verboten waren

Das Ballaststofforchester Salzburg hat mit dem „Jedermann“ der Salzburger Festspiele Cornelius Obonya ein Programm mit dem Titel„Morgen muß ich fort von hier“ erarbeitet.

Nach der Machtergreifung der Nazis war die Situation, sowohl für die jüdischen als auch für die Kulturschaffenden, deren Kunst als entartet angesehen wurde, fatal. Sie mussten fluchtartig das Land verlassen und so verstummte hierzulande für viele Jahre ein Gutteil der Musik, die bis dahin den Ton angegeben hatte.

Die Verfolgung von Musik und Musikern traf die leichte und die ernste Richtung, die E- und die U-Musik zwar nicht gleich, doch sie traf beide. Der Exodus bedeutender Musiker und Komponisten hat auf allen Gebieten des deutschen und des „angeschlossenen“ österreichischen Musiklebens empfindliche Lücken gerissen, über die sich auch die Experten der Repression vorher keine genaue Vorstellung verschafft hatten. Im Bereich der musikalischen Moderne fürchtete man die Verluste nicht, man hatte sie gewollt. Die Avantgarde galt als Prototyp des „Entarteten“. In der Unterhaltungsmusik wurden die Einbußen dagegen als bedrückend empfunden.

Dieses Programm gibt einen Querschnitt von der sogenannten „Ernsten“ über die „Unterhaltungs-Musik“ bis hin zur „Negermusik“, die man in dieser Zeit in Deutschland und Österreich nur unter Gefährdung des eigenen Lebens hören konnte.

Cornelius Obonya wird zusammen mit dem Ballaststofforchester Salzburg Musik und Literatur präsentieren, die zwischen 1933 – 1945 von den Nazis verboten war, u. a. von:

Hanns Eisler (Ballade vom Nigger Jim, Lied vom SA-Mann, Ballade v. d. Säckeschmeißern), Kurt Weill (Lieder aus der Dreigroschenoper), Hermann Leopoldi, Friedrich Hollaender, Paul Abraham, und Jazz von Duke Ellington und von dem von den Nazis total verpönten „bolschewistischen Swingjuden“ Benny Goodman!

Zu den Musiknummern kommen meist kurze und prägnante „Statements“ zu Jazz, Homosexualität, Judentum und Operette,Swingtanzen, Judentum und „deutsche Musik“

Die literarischen Texte stammen von Anton Kuh, Erich Kästner und Carl Zuckmayer deren Bücher damals natürlich auch verboten waren.

Das Programm „Morgen muß ich fort von hier“ wird 2014 in Wien (ORF RadioKulturhaus), Innsbruck und Traun präsentiert.

www.corneliusobonya.com

www.ballaststofforchester.at

VVK € 30/€ 28 (erm.), AK € 32/€ 30 (erm.)

Zu den Künstlern:

Das Ballaststofforchester Salzburg mit seinem Kapellmeister Egon Achatz schwelgt nun schon seit mehr als zehn Jahren in der Film-, Tanz- und Unterhaltungsmusik der 20er & 30er Jahre. Viele Funk- und Fernsehauftritte unterstreichen die ständig wachsende Popularität des Orchesters, das einen Vergleich mit dem Deutschen Max Raabe und seinem Palastorchester nicht zu scheuen braucht. Kein Auge blieb trocken, als das Orchester beim alljährlichen Salzburger Ballereignis, dem „Tanz der Musen“, sein vielumjubeltes Debut gab. Durch diesen berauschenden Erfolg animiert, präsentierte das Orchester - bestehend aus vier Saxophonisten, die auch öfter einmal zur Klarinette greifen, zwei Trompetern, einem Posaunisten, je einem Klavierspieler, Kontrabassisten, Gitarrenspieler (der auch das Banjo schlägt), Schlagzeuger und nicht zuletzt einem Geiger - ein erstes abendfüllendes Programm: „Veronika, der Lenz ist da“, bald darauf „Wenn ich Liebe brauch‘, dann geh‘ ich zu Pauline“, dann „Ich fahr‘ mit meiner Klara in die Sahara“ und „Frauen brauchen immer einen Hausfreund“. Viele noch heute beliebte Schlager längst vergangener Tage und manch unvergessene Lieder aus der goldenen Zeit der Operette mit ihren schwungvollen Rhythmen, gefühlvollen Melodien und den charmant-witzigen Texten, die durch ihre Doppeldeutigkeiten und ihren ironischen Unterton bestechen, stehen am Programm. Neben der bezaubernde Sängerin Eva Hinterreithner, die mit ihrem einzigartigen komödiantischen Talent das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißt, stehen noch die beiden Tenöre Helmut Zeilner und Daniel Strasser im Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. Zusammen mit Markus Obereder - der auch das Baritonsaxophon bläst - bilden sie das umwerfende Ensemble „Die 3 Tenöre des Ballaststofforchesters“.

Cornelius Obonya, 1969 in Wien geboren, stammt aus einer Schauspielerdynastie: Seine Eltern sind Elisabeth Orth und Hanns Obonya (gest. 1978), seine Großeltern mütterlicherseits waren Paula Wessely und Attila Hörbiger. Mit 17 Jahren ging er ans Max-Reinhardt-Seminar, um Schauspiel zu studieren, verließ es aber nach einem Jahr und lernte bei dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Bronner gehörte zu den wichtigen Begegnungen seiner Laufbahn, ebenso wie Emmy Werner, die ihn 1989 ans Volkstheater Wien engagierte, und Andrea Breth.
Für seine erste Rolle am Volkstheater, Eugene in Neil Simons Brighton Beach Memoirs, wurde Cornelius Obonya 1989 mit dem Nachwuchspreis des Karl-Skraup-Preises ausgezeichnet; im folgenden Jahr erhielt er den O. E. Hasse-Preis. Mit Andrea Breth arbeitete er bereits während seines Engagements an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz (1992–1999) zusammen, am Burgtheater folgten ab 2000 dann u. a. Edward Bonds Die See (Hollarcut), Lessings Emilia Galotti (Pirro), Schillers Don Carlos(Domingo), Tschechows Der Kirschgarten (Trofimow), Tennessee Williams’ Die Katze auf dem heißen Blechdach (Gooper) und LessingsMinna von Barnhelm (Paul Werner). In Andrea Breths Inszenierung von Schnitzlers Das weite Land gab er 2002 in der Rolle des Paul Kreindl sein Debüt bei den Salzburger Festspielen, 2012 stand er in Richard Strauss'Ariadne auf Naxos in der Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf als M. Jourdain auf der Bühne (Musikalische Leitung: Daniel Harding). Am Burgtheater spielte Cornelius Obonya u. a. auch unter der Regie von Peter Zadek, Sven-Eric Bechtolf, Karin Beier, Carolin Pienkos (mit der er verheiratet ist), Anselm Weber, Stefan Bachmann und Falk Richter. Zuletzt war er als Caligula in Albert Camus’ gleichnamigen Stück (Regie: Jan Lauwers) und als Herr von Rappelkopf in Ferdinand Raimunds Der Alpenkönig und der Menschenfeind (Regie: Michael Schachermaier) zu erleben. 2008/2009 spielte er in Mel Brooks Broadway-Musical The Producers im Ronacher in Wien sowie im Admiralspalast in Berlin. In der Spielzeit 2009/10 gastierte er als der Lehrer in Jugend ohne Gott von Christopher Hampton nach Ödön von Horváth (Regie: Torsten Fischer) am Theater in der Josefstadt. Große Erfolge feierte er 2010/11 mit seinem Soloabend Cordoba – Das Rückspiel von Florian Scheuba und Rubert Hennig am Rabenhof Theater in Wien. Auf der Kinoleinwand war Conelius Obonya zuletzt in Spanien von Anja Salomonowitz und in Peter PatzaksKottan ermittelt – rien ne va plus zu sehen. Er hat auch in zahlreichen TV-Produktionen mitgewirkt, u. a. in den Kriminalserien SOKO Donau undSOKO Kitzbühel. Seit 2013 spielt Obonya den Jedermann bei den Salzburger Festspielen



Vorverkauf: € 30,00 | erm. € 28,00
Abendkassa: € 32,00 | erm. € 30,00
 
VKB Bank

werfotografiert.at                   

 

 

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